Autorencharts 2016: Kevin

03.
187 Straßenbande
(Instagram)

Mit der 1Live Krone Fußball spielen? Des Deutschen liebste Frühstücksschnitte, dem Knoppers, huldigen? Auf der Straße stehen, Mettbrötchen futtern und die Geldbündel zählen? Ganz normaler Wahnsinn und Alltag. So zumindest scheint es, wenn man durch die Instagram-Feeds von Bonez, Gzuz und co scrollt. In dieser abgestumpften Welt, in der man 24/7 auf irgendwelche Displays starrt, noch zum Lachen gebracht zu werden, ist nicht mehr so einfach. Man hat ja alles irgendwie schon gesehen. Was die Hamburger Jungs da auf ihren sozialen Kanälen veranstalten, ist aber so schön (un)bedacht und frei Schnauze, dass man sie dafür nur gern haben kann. Wenn man sich bei diesem Wetter mal wieder im Bett verkriecht, einem die Decke auf den Kopf fällt, zum x-ten mal durch seinen Feed scrollt und Bonez ein neues Video hochgeladen hat, ist der kurze Lacher, der durch den Flur hallt, meist nicht mehr weit.

 

 

02.
Paul Rippé
(Twitter)

Nicht nur wir haben ein anstrengendes, stressbringendes Jahr 2016 hinter uns. Auch Paul hatte mit so einigen unangenehmen Dingen zu tun. Da wäre zum einen des Mannes ewiges Leid: die Frauen. Indirer, Reberka und Jarsmin haben ihm mit einigem Hin und Her ganz schön zugesetzt. Auch Frau Kepetry hat es trotz ihrem starken Twittergrinds nicht geschafft bei Paule zu punkten. Der hat nämlich so gar nichts für populistische Kackscheiße übrig und sorgt sich eher um uns. Ihm reichen ein paar simple Buchstabendreher um uns jedes Mal auf’s Neue ein Schmunzeln auf die Wangen zu zaubern – und das in Zeiten, in denen einem nicht wirklich danach ist. Dieser Einsatz wird ihm nicht nur mit einer virtuellen Währung in Form von Favs und Retweets gedankt, sondern auch mit öffentlichen Sympathiebekundungen deiner Lieblingsrapper. Genau die bilden nämlich die Basis seines „Erfolgs“. Zum einen ist Mertens natürlich sein bester Freund und zum anderen arbeitet er mit so vielen Insidern aus der Rap-Szene, dass man wieder einmal merkt, dass man sich in einem eigenen kleinem Mikrokosmos bewegt, der auch bestehen bleibt, wenn Rap immer größer und größer hier in Deutschland wird. Bleibt uns nur zu hoffen, dass Paul bald die große Liebe findet und die OfenBargettes wieder auf die regulären 1,69€ heruntergesetzt werden. Tiptop, na klar.

01
Yung Hurn & Rin – “Bianco”
(Song)

Wir wurden dieses Jahr wieder mit unzähligen Hits, Ohrwürmern und grandioser Musik versorgt. Allerdings sorgten zum großen Teil die „kleinen“ und „neuen“ der Szene dafür, wohingegen die „großen“ Alben zwar nie oder selten enttäuschten, jedoch auch nicht die großen Würfe waren, die man ihnen zugetraut hat. So waren es eher MCs wie Ali As oder Miami Yacine, die mit großen Hits aufwarten konnten oder auch Muso, der mit „Amarena“ ein unglaublich gutes Album ablieferte. Von all diesen „kleinen“ Großen waren es aber letztlich Yung Hurn und Rin, die mit „Bianco“ den Hit des Jahres ablieferten. Wie es mit diesem Duo weitergeht, bleibt abzuwarten. Rin hat seinerzeit das Camp um Live from Earth verlassen, während Yung Hurn vor kurzem eine Art Best Of seines Schaffens veröffentlichte, auf dessen Cover alles daraufhin deutet, dass der Wiener nicht mehr unter dem Pseudonym Yung Hurn auftreten wird. Ob das so stimmt sei mal dahingestellt. Man sagt, dass „Cocain hell of a drug“ sei, doch wenn solche Songs dabei entstehen, dürfen die Wiener Spiegel wegen meiner weiterhin beliefert werden.

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Hanfosan

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