Autorencharts 2016: Kevin

Es ist kaum zu glauben, aber das Jahr 2016 ist schon vorbei. Es ist also an der Zeit, einen Blick zurückzuwerfen und aus der BACKSPIN-Sicht Revue passieren zu lassen. Da jedes Mitglied der BACKSPIN-Gang das Jahr für sich selbst erlebt hat, wird es neben einem gesamten Jahresrückblick auch von jedem Autor eine persönliche-Top 10 geben. Grenzen bei der Auswahl gabt es keine, sowohl Songs, Videos und Alben, als auch Konzerte, Events, Interviews und andere Hip-Hop-Momente konnten ausgewählt werden. Wenn es dann endgültig auf den Jahresabschluss zugeht, schließen wir 2016 mit unseren besten Alben ab. Viel Spaß euch beim Lesen!

 

Es ist kein Gefallen, die Aufgabe zu bekommen, eine Top 10 für dieses Jahr zu erstellen. Wir sind Teil einer solch schnelllebigen Szene, dass es gar nicht möglich ist alles zu berücksichtigen, nichts zu vergessen und geschweige denn jedem die Props zu geben, die er verdient hat. Deswegen: Gibt nicht so viel Acht auf die Reihenfolge und ärgert euch nicht, wenn ihr etwas anders seht. Das Verrückteste ist sowieso nun Teil der Gang, vieler schöner Momente und kommender Sachen zu sein. Dankbar unter dem splash!-Feuerwerk zu stehen und wenige Monate später immer noch genauso geflasht diese Zeilen zu schreiben, ist nicht nur cheesy as fuck, sondern auch ehrlich. Auf alle, die immer bei mir sind und alle, die ich noch kennenlernen werde. Cheers!

 

10.
Kanye West – „The Life of Pablo“
(Album)

Wer immer noch nicht erkannt hat, dass Kanye ein Genie ist, dem ist nicht mehr zu helfen. Na klar hat der eine Vollmeise und spätestens jetzt ist auch klar, dass diese Art und Weise zu leben und zu arbeiten, nicht gesund sein kann. Wie sonst aber soll man solche Alben produzieren? Bei Kanye kann jederzeit alles passieren – sowohl musikalisch als auch privat. Albentitel verwerfen, Releasedates verschieben, ganze Tracks austauschen und uns alle daran teilhaben lassen? Das ist kein Größenwahn, keine gekünstelte Scheiße, das ist ehrliche Kunst. Er könnte die Platte ja auch einfach abliefern. Tut er aber nicht. Gute Besserung, Yeezy. Ich freue mich schon jetzt auf die erste Platte, die im Oval office aufgenommen wurde.

 

Fruchtmax09.
Fruchtmax & Hugo Nameless – „WKMSNSHG?!“
(Song)

Zugegeben: Der Song nervt mich. Jeder Vollidiot, der diesen Spruch heute noch ausspricht, mit diesen Worten seinen überfüllten Nudel-Büffet-Teller aus der Mensa bei Instagram teilt oder seinen Jungs den inhaltslosen mit Bierdosen bespickten WG-Tisch per WhatsApp schickt, erweckt nicht nur mein Desinteresse, sondern ehrliche Verachtung. Dennoch muss ich natürlich gestehen, dass ich diesen Song unnormal gepumpt habe und jede Party ihren Höhepunkt durch ihn erreichte. Als persönliches Highlight sei hier die Beste-Party im Hamburger Uebel & Gefährlich zu nennen, auf der Fruchtmax und Hugo Nameless ebenfalls vor Ort waren. Die Hook hat dieses Jahr alles gekillt. Und ja, wenn du diesen Song erst jetzt entdeckt hast, dann genieße ihn, fühle ihn und lade irgendwo deine gepimpte Discounter-Pizza hoch. Ich bin dir nicht böse.

08.
Ahzumjot & Lance Butters – Promovideos

Die beiden sind ja bekanntlich nicht die größten Fans der Promomaschinerie, der sich der Großteil der deutschen Rapper gegenüber verpflichtet hat um die heilige Deluxe Box, die beinahe kreativer beladen ist als die beigelegte Compact-Disk, an den Mann (lies: Jugendlichen) zu bekommen und dementsprechend hoch zu charten. Wenn es aber darum geht, die gemeinsamen Konzerte zu bewerben, sind sie plötzlich dabei – mitten im Social Media-Game – und das mehr als erfrischend. Es geht um die vier Elemente, um Freestyles, um die Liebe zur Kultur. Doch seht einfach selbst. Kommt ihr mit? #Hiphop1Liebe

 

07.
Fler ft. Sentino – „Unterwegs“
(Song)

Man kann sich Fler einfach nicht entziehen. Wenn dann neben dem ganzen Tohuwabohu, das bei ihm abseits der Musik stattfindet, auch noch ein gutes Album entsteht, muss man sich dem ehemaligen A-doppel G-R-O Berliner einfach beugen. Dass die Kombination aus Fler und Sentino Explosionsgefahr verspricht wusste man nicht nur im Vorfeld, es hat sich auch bestätigt. Genie und Wahnsinn liegen nun einmal häufig nicht fern voneinander. Hier siegte das Genie, denn „Unterwegs“ ist mein Ohrwurm des Jahres.

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1 Comment

  1. Haschio

    26. Dezember 2016 at 9:09

    *Live From Earth, aber ok

    S/o Berg Money Gang

Erzähl Digger, erzähl

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