Autorencharts 2016: Anna G.

Es ist kaum zu glauben, aber das Jahr 2016 ist schon vorbei. Es ist also an der Zeit, einen Blick zurückzuwerfen und aus der BACKSPIN-Sicht Revue passieren zu lassen. Da jedes Mitglied der BACKSPIN-Gang das Jahr für sich selbst erlebt hat, wird es neben einem gesamten Jahresrückblick auch von jedem Autor eine persönliche-Top 10 geben. Grenzen bei der Auswahl gabt es keine, sowohl Songs, Videos und Alben, als auch Konzerte, Events, Interviews und andere Hip-Hop-Momente konnten ausgewählt werden. Wenn es dann endgültig auf den Jahresabschluss zugeht, schließen wir 2016 mit unseren 50 besten Alben ab. Viel Spaß euch beim Lesen!

Meine größte Schwierigkeit war es, die Releases der ersten Jahreshälfte nicht zu vernachlässigen. Sowieso kann man dieses für Hip-Hop so starke Jahr gar nicht auf eine Top 10 runterbrechen, ohne irgendwas zu vergessen. Schon jetzt fallen mir Tracks ein, die es verdient hätten, ebenfalls genannt zu werden. Trotzdem: Ich habe viel hin und her überlegt und alles rausgeschmissen, was ich nicht zu 100 Prozent gefühlt hab. Am Ende habe ich mich in erster Linie an meinen Spotify-Playlists orientiert und präsentiere euch hiermit meine Highlights des Jahres.

10.
Hanybal feat. Nimo – “Vanilla Sky”
(Song)

Bei “Vanilla Sky” stimmt für mich alles. Ich feier schon wie Hany direkt mit “Mitten in Vanilla Sky…” beginnt und es klingt, als würden die Anfangstakte fehlen. Der Track läuft bei mir ständig und macht mir einfach immer wieder gute Laune. Ganz genau sagen, woran das liegt kann ich nicht. Ich glaube es ist einfach der unbeschwerte HanybalNimo-Sound. Nimos Part zerstört sowieso und ist dabei so einprägsam: „Frag mich nicht, wo ich grad bin, Diggi, ich weiß nicht…“

09.
Post Malone – “Go Flex”
(Song)

Mein Sommerlied in diesem Jahr war “Go Flex” von Post Melone. Eins von den Liedern, bei denen du den Künstler nicht kennst, das Album nicht kennst, aber das eine Lied den ganzen Tag hoch und runter hörst. Inzwischen habe ich Post Malones Album gehört und muss sagen, er hat noch mehr gute Tracks. “Go Flex” wird aber wahrscheinlich für immer das Lied sein, dass mich an den Sommer 2016 erinnert. An den Lyrics liegt das nicht, denn ehrlich gesagt weiß ich nicht mal, worüber er in dem Lied spricht. Vielmehr ist es der Beat, die Melodie und seine Stimme – gleichzeitig todtraurige Melancholie und 100 Prozent gute Laune. (Ich habe übrigens gerade zum ersten Mal das Musikvideo zu “Go Flex” gesehen und rate jedem ab es anzusehen – wird dem Track nicht gerecht und zerstört die Soundatmosphäre komplett)

 

08.
SSIO –”0,9”
(Album)

Auch wenn es jetzt schon ein Jahr her ist: Ich weiß noch, wie gespannt ich auf “0,9” war. Obwohl es nur einzelne Lieder wie der Titeltrack, “Mit Herz” oder “SIM-Karte” langfristig in meine Playlist schafften ist “0,9” für mich nach wie vor ein starkes Release. SSIOs humorvollen Texte in Verbindung mit den zum Kopfnicken animierenden Beats – für mich ein würdiger Nachfolger für “BB.U.M.SS.N”. Allein das Intro von “0,9” ist viel zu lustig.

 

07.
Chakuza – “Noah”
(Album/ Trilogie)

Ich habe Chakuza erst mit “Magnolia” für mich entdeckt. Seitdem war seine Musik für mich immer präsent – die Hintergrundmusik, wenn das Leben nicht so läuft, wie man es sich gewünscht hätte. Nach “Exit” folgte diesen Juni “Noah”. Man hat das Gefühl Chakuzas persönliche Entwicklung mit den drei Alben mitverfolgen zu können. Vielleicht hätte es “Noah” nicht in meine Jahrescharts geschafft, aber da es sich um den Abschluss einer Trilogie handelt, beziehe ich hier auch die Vorgänger mit ein. Melancholie zieht sich durch alle Platten gleichermaßen: Während “Magnolia” fast zerstörerisch traurig ist, bietet “Exit” schon mehr Lichtblicke. “Noah” bildet den positiven Abschluss einer Reise, die trotzdem niemals ohne Traurigkeit auskommen wird. In meinen Augen eine wunderschöne Trilogie, die Chakuza in diesem Jahr vollendet hat.

 

Weiter mit den Plätzen Sechs bis Vier auf Seite 2

The following two tabs change content below.
Aus der südlichsten Ecke in den hohen Norden gezogen um über Hip-Hop zu schreiben. I'm all the way up.

Seiten: 1 2 3

Erzähl Digger, erzähl

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.