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Album des Monats März: Megaloh – „Regenmacher“

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Wirklich überdurchschnittlich viele Releases für Deutschrap-Fans hatte der März nicht zu bieten. Eins davon stieß für uns allerdings besonders hervor. In unserem Soundcheck besprechen wir innerhalb der Redaktion nahezu jedes größere Deutschrap-Release, nun wollen wir die überzeugendsten Platten alle vier Wochen mit dem Titel „BACKSPIN-Album des Monats“ küren. Im März tat sich dort besonders ein Kandidat hervor, mit einer Durchschnittswertung von fast 9 von 10 Punkten konnte uns Megalohs zweites Major-Album „Regenmacher“ so sehr überzeugen, wie kein Album in 2016 davor. Auch von den Fans wurde er für seine Arbeit belohnt, mit „Regenmacher“ konnte er sich auf Platz 2 der Charts positionieren.

 

Angekündigt wurde das Album bereits stolze neun Monate vor der tatsächlichen Veröffentlichung – auf der Bühne des splash! Festivals. Mit einigen traplastigen Freetracks versüßte Megaloh seinen Fans kurz darauf den Sommer, abgesehen von vereinzelten Auftritten wurde es danach allerdings ziemlich ruhig um den Moabiter, die Arbeiten an „Regenmacher“ waren in vollem Gange. Zusammen mit Ghanaion Stallion, der das komplette Album produziert hat, schloss sich Megaloh im Studio ein regenmacher-um den Sound für den Nachfolger von „Endlich unendlich“ zu schaffen. Hierzu wurden reichlich namhafte Gäste geladen. Mit von der Partie auf Regenmacher sind sein Labelchef Max Herre („Alles anders“ & „Exodus“), Joy Denalane („Schlechter Schlaf“), MoTrip und Maxim („Ernte Dank“), Musa („Wohin“, „Oyoyo“) und Patrice („Oyoyo“), Afrob, Samy Deluxe und Gentleman („Exodus“), Tua („Graulila“), Jan Delay („Geradeaus“) und Trettmann („Wer hat die Hitze“).

Dabei stört die große Auswahl an Gästen bei unserem Soundcheck kaum einen der Rezensenten, selten weicht das Album vom Fokus ab, „Mega kommt selbst oft genug zum reden.“ (Zino). Thematisch deckt „Regenmacher“ eine sehr breites Spektrum ab: Megaloh setzt sich mit seiner Identität und Herkunft auseinander, geht auf die Flüchtlings-Thematik und Rassismus ein, spricht über persönliche Rückschläge und den schwierigen Lebens- und Karriereweg, die Familie und seine Zukunftswünsche. Klingt erst einmal nach sehr schwerer Kost, wird aber durch den ein oder anderen Representer-Song aufgelockert. Heißt für uns aus der Redaktion: „Auch wenn „die Leichtigkeit auf Regenmacher fehlt“ (Edoardo), sollte man „man sich ein wenig Zeit nehmen sollte um es an einem Stück durchzuhören“ (Yannick W).

Megaloh – „Regenmacher“ kaufen

 

 

Natürlich haben wir uns im Vorhinein auch mit Megaloh getroffen. Zu unserem Videointerview traf sich Niko sich mit Megaloh in Hamburg zu unserem Format „10 Thesen“. Unter anderem wurde in der halben Stunde über Realness, Frust über Fehlschläge, seinen Job neben dem Rap, Politik in der Musik und andere Themen, die auf dem Weg zu „Regenmacher“ wichtig wurden, gesprochen.

 

Alle weiteren Infos und Singles zu „Regenmacher“:

BACKSPIN Soundcheck: Die Meinung der Redaktion zu Megalohs „Regenmacher“

BACKSPIN Review: Megaloh – „Regenmacher“

Interview: Megaloh – „Ich habe viel Lehrgeld zahlen müssen.“

Megaloh – „Was ihr seht“ 

Megaloh – „Graulila“ feat. Tua (Vita I)

Megaloh – „Geradeaus“ feat. Jan Delay (Vita II)

Megaloh „Wohin“ feat. Musa (Vita III)

 

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Yannick ist seit August 2015 Teil der BACKSPIN-Redaktion. Er kümmert sich um alles was mit Reviews und Kritik zu tun hat und studiert nebenbei noch Populäre Musik. Für Hip-Hop verzichtet er also auch mal auf seinen Schlaf - 'cause sleep is the cousin of death.

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