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Album des Monats Febraur: Nimo – „Habeebeee“

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Besonders groß war die war die Zahl der Releases im Februar zwar nicht, dennoch bot sich an der Spitze unserer Redaktionscharts ein spannendes Rennen. Vor seinen Kollegen Chefket, Chima Ede oder Prinz Pi konnte sich im zweiten Monat dieses Jahres Nimo die meisten Punkte aus unserer Redaktion. Mit einer Punktlandung von durchschnittlich 8 von 10 Punkten sichert sich der Stuttgarter Newcomer schon den Titel „BACKSPIN Album des Monats“. Wobei der Begriff Album in diesem Fall seinen Zweck nicht richtig erfüllt, „Habeebeee“ ist tatsächlich ein Mixtape. Mit dem Tape legt der Stuttgarter seine Visitenkarte als neustes Signing von Celo & Abdis Label 385-ideal vor.

Als die beiden Azzlackz vor rund einem halben Jahr bekannt gaben, einen Stuttgarter Newcomer unter Vertrag genommen zu haben, hörte man in der Rapszene den Namen Nimo zum ersten Mal. Schon vorher von ihm zu hören dürfte sich allerdings auch etwas schwieriger gestaltet haben, schließlich liegen die ersten Gehversuche in der Rapwelt noch nicht allzu lange zurück. Nimo coverWährend einer Haftstrafe beginnt Nimo mit dem Rappen, nachdem er über Bekannte bereits hier und da mit Deutschrap als Konsument in Verbindung gekommen war. Zum ersten Mal ein Bild konnte man sich von ihm dann zusammen mit den Labelchefs auf Tour machen, bis zum ersten Tape sollte man sich zu dieser Zeit allerdings noch ein wenig gedulden müssen.

Mit der Ankündigung stieß der gerade einmal am Anfang seiner 20er stehende Rapper direkt auf eine Welle der Unterstützung aus der Szene. Besonders natürlich die Freunde rund um das Camp von 385-i und Haftbefehls Azzlackz formierten sich von Beginn an hinter Nimo. Mit von der Partie auf den sage und schreibe 23 Tracks von „Habeebeee“ ist dementsprechend auch ein Großteil dieser vertreten. Von Celo („Camp Nou“) und Abdi (Nie wieder) über Hanybal („Vollautomatik“), Olexesh („Lass mich wissen“) und Capo („Dolla Dolla“) bis zu Soufian („Lass Knospen regnen“) und Brate Azzlack („Fake“), außerdem Unterstützung gibt’s von O.G. („Alupacks ernähren mich“). Unterstützung gab es allerdings auch schon früh von Rappern, so bezeichnete Falk Schacht den jungen Stuttgarter als nichts geringeres als die „Zukunft des deutschen Gangsterraps“. Belohnt wurde er zu guter Letzt, trotz ausschließlich digitalem Release, mit einem starken Platz in den Top 10 der Albumcharts.

Auch bei uns konnte Nimo mit seinem Debüt reichlich Pluspunkte einheimsen, mit seinem sehr vom französischen Rap inspirierten Mixtape konnte er alle Rezensenten in der Redaktion ziemlich begeistern. Inhaltlich gestaltet sich „Habeebeee“ vielseitig: „Eine gelungene Autobiografie kombiniert mit Gesellschaftskritik & Representer – und obwohl er noch so jung ist tatsächlich glaubwürdig.“ (Sarah) Besonders auffallen tut allerdings die besondere Betonung des jungen Stuttgarters, „Nimo hat das Spiel mit seiner Stimme einfach drauf.“ (Elena). Ein paar Abstriche muss man allerdings trotzdem machen, Nimos Musik ist „sehr, sehr, sehr stark inspiriert von den Kollegen aus Frankreich, inklusive Optik.“ (Niko). Dennoch: „Am Ende zählt allerdings das Gesamtprodukt und das ist in diesem Fall bis auf ein oder zwei Ausnahmen sehr stimmig.“ (Yannick W.). Man darf sich also sicher sein, dass man in den nächsten Jahren noch einiges vom neuen 385-ideal Zögling hören wird, mit „Habeebeee“ ist zweifelsohne ein starker Grundstein gelegt. „Die Zukunft des deutschen Gangster-Rap fußt in der Melodik und genau da steht Nimo an der Avantgarde.“ (Edoardo).

Nimo – „Habeebeee“ kaufen

BACKSPIN Soundcheck: Die Meinung der Redaktion zu Nimos „Habeebeee“

BACKSPIN Review: Nimo – „Habeebeee“

Nimo feat. Abdi – „Nie wieder“ (Video)

Nimo feat. Celo – „Camp Nou“ (Video)

Nimo feat. Olexesh – „Lass mich wissen“ (Video)

Nimo – „Bitter“ (Video)

Nimo – „Ídeal“ (Video)

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Yannick ist seit August 2015 Teil der BACKSPIN-Redaktion. Er kümmert sich um alles was mit Reviews und Kritik zu tun hat und studiert nebenbei noch Populäre Musik. Für Hip-Hop verzichtet er also auch mal auf seinen Schlaf - 'cause sleep is the cousin of death.

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