Unsere Alben des Jahres: National

2017 adé. Aber wie es Gang und Gäbe ist, blicken wir noch einmal auf die Sternstunden zurück. Zum Abschluss des Jahres haben wir natürlich die Lieblingsalben aus unseren Redaktionräumen gesammelt. Nach der internationalen Runde  machen wir weiter mit den zehn besten nationalen Releases. 

 

10. Capo – „Alles auf Rot“

Nach “Hallo Monaco” wendete sich Capo auf “Alles Auf Rot” wieder seiner Heimat Offenbach zu. Was mit dem Debütalbum nicht wirklich überzeugen wollte, klappte mit dem Nachfolger umso besser. Vielleicht war Deutschland 2013 noch nicht bereit für autotunegetränkte Parts und Hooks. Denn mit “Alles Auf Rot” brachte Capo eines der besten Straßenrap Alben des vergangenen Jahres heraus. Eingeschlossen mit SOTT; Zeeko und Veteran erschuf er aus rein musikalisch Gesichtspunkten ein authentisches Soundbild, welches sehr nah am aktuellen Zeitgeist war, jedoch mit einer gewissen Individualität punkten konnte. Ein Merkmal, dass man dieses Jahr zu selten im deutschen Rap finden konnte. – Jakob Kullmann

 

 

 

9. Cro – „Tru.“

„tru.“ kam überraschend. Hatte Cro sich über die ersten beiden Alben den Komfort geschaffen, ohne auch nur einen Hauch seiner selbst an die Öffentlichkeit zu tragen und doch zum Superstar zu bringen, brach schon die erste Single mit eben diesem Konzept. Vielleicht war es das gescheiterte Projekt „Kinofilm“, vielleicht der eigene Anspruch ans Künstlerdasein. Denn schon „Baum“ brach mit dem bekannten Stil. Die Aufarbeitung des eigenen Lebens, ein sperriges Arrangement inklusive Folk-Outro und schließlich der Tod des Maskenrappers im Video. Und damit wurde natürlich auch die Spekulation groß: Zeigt uns Cro endlich sein Gesicht? Die Antwort blieb: Nein. Dafür gewährte er uns auf den 20 unkonventionellen und doch hochklassig produzierten Anspielstationen einen ziemlich intimen Blick hinter die Pandamaske. Der goldene Käfig eines Over-Night-Stars, Einsamkeit, vergebene Liebesmüh, Familie aber auch einfach Huldigungen auf Freundeskreis und Drogen. Mit dem ambitionierten Projekt konnte Cro nicht nur überraschen, sondern eben auch überzeugen. – Yannick Wilmsen

 

 

 

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Ich kann quasi nur über Musik reden...

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Razer

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