88 on the rise: Mit Millionen Streams auf dem Weg zum Erfolg

88rising – ein Konstrukt auf dem Vormarsch

Die Masse an musikalischem Input, die momentan wie eine Welle geistreicher Tweets vom Kontinent der unbegrenzten Unmöglichkeiten auf uns stürzt, kann stellenweise schon dafür sorgen, dass etwas wunderbares auf der Strecke bleibt. Denn während die Massenmedien voll von Lil Peep Pump Vert XO III. sind, will ein Team nicht aufhören Hits zu droppen, wie heiße Kartoffeln. Die Rede ist von 88rising.

Seit gut zwei Jahren erntet der ehemalige THUMP Redakteur Sean Miyashiro die erlesensten up-coming Talente Asiens. Und wie genetisch modifizierter Monsanto Wein, reifen diese in kürzester Zeit zu einzigartigen Musikern, welche die Welt so noch nicht kannte. Kaum einer stolperte nicht über die viralen Wunderhits „Dat $tick“ von Rich Brian (vorher Rich Chigga) oder „It G Ma“ von Keith Ape und Co. KG. Auch wenn die Reaktionen dazu zweierlei waren – größtenteils jedoch überirdisch positiv – , kann man allerspätestens seit „Glow like dat“ nicht mehr von einem One-Hit-Wonder, noch schlimmer, von „Comedy-Rap“ sprechen.

 

Unter seinem neuen Alias Rich Brian wird der gerade einmal 18 Jahre junge Indonese Brian Imanuel am 02. Februar diesen Jahres sein Debüt Album „Amen“ veröffentlichen. Auf insgesamt 14 Tracks wird Brian seinen endgültigen Einzug in die Rap- und Musikindustrie zelebrieren. Um einen ungetrübten Eindruck bieten zu können, hält er sich mit Featuregästen zurück. So finden wir Singles mit Offset von den Migos, NIKI, August 08. Hinzu kommt noch das einzige Team-Feature, und zwar mit joji. Angepriesen von Szenegrößen wie Pharrel, Tyler, the Creator und Post Malone, ist Brian auf einem guten Weg die Welt im Sturm zu erobern.  

 

 

Amen is out this Friday 💎are you excited

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Einen Teaser zum Album veröffentlichte Brian zusammen mit der Tracklist. Dieser bot bereits eine kurze Hörprobe zum Titeltrack „Amen„, der definitiv überzeugt.

 

This is Amen, a project made with love by @brianimanuel ❤️ Friday

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Künstlerischer Hot Pot vom Feinsten

Was mit Youtube-Reactions und einigen wenigen Tracks begann, wurde in kürzester Zeit zu einer der heißesten und schnell wachsenden Marken in der amerikanischen Musikbranche. 88rising ist nämlich nicht nur ein aus dem Auto gestartetes Label, es ist viel mehr als das. Es ist eine Marke, eine Filmproduktion, eine PR-Agentur, doch vor allem ist sie eins: Die smoothste Brücke zwischen Ost und West seit Wan Tan und Dragonball. Denn 88rising fungiert auch als Educator, welcher der westlichen Welt die einzelnen asiatischen Kulturen näher zu bringen versucht. Dabei beleuchtet Miyashiros Team Größen der ostasiatischen Mode- und Filmindustrie, sowie deren musikalische Pendants. Doch gerade Alltäglichkeiten und historisch bedeutende Momente werden dem Publikum auf interessante und moderne Weise näher gebracht.

Seltsamerweise hat die asiatische Kultur unterschwellig großen Einfluss auf viele Facetten unseres Lebens, jedoch nur selten ihre Musik. Dieser Umstand stellt markttechnisch eine große Leere dar. Und diese unfassbar große Leere hat Miyashiro erkannt und sogleich angefangen, dieselbe mit dem heißesten Scheiß von der „Fern-Ost-Küste“ zu befüllen. Rich Brian aus Indonesien, Keith Ape aus Korea und die Higher Brothers, die erstmals Trap aus China im großen Stil exportieren.

Darüber hinaus kollaboriert 88rising regelmäßig mit vielen asiatisch-amerikanischen Künstlern um diese weiter zu fördern und ihnen weltweit gehör zu schaffen. So entstand beispielsweise die unfassbar gute, wilde Interpretation von Post Malones „Rockstar“, gespielt von der japanischen Rocklegende Miyavi. Darüber hinaus gelang Yaeji, die ihre Finger in jedem Genre und jeder Kunst stecken hat, mit ihrem Song „Drink I’m Sippin On“ nicht nur auf unsere flackernden Bildschirme, sondern sogar ins deutsche Radio.

In nur zwei Jahren hat es das Flickenteppich-Label zu hunderten von millionen Streams und Views gebracht: Spotify Rekorde, eine halbe Welt-Tournee, Features mit 21 Savage, Diplo, Travis Scott, uvm.

Doch eine Geheimwaffe hat Miyashiros Wunschkind noch zu bieten: Einen Musiker, den man durchaus als Ausnahmetalent bezeichnen könnte –  je nach Auslegung, versteht sich. Der ein oder andere Nischen-Memelord unter euch wird ihn unter Filthy Frank alias Pink Guy kennen.

Zwischen Heartbreak und absoluter Geistlosigkeit: joji

Der Typ, der den ersten viralen Harlem-Shake machte. Der Typ, der rohe Eier aus seinem Mund in die Pfanne fallen lässt. Der Typ, der dieses Jahr die unerwartet beste Musik geliefert hat. Dieser Typ: Das ist joji.

 

Keiner, und wirklich niemand, kann sich ein Pink Guy Video ansehen, um sich beim joji Video dann zu denken: „Das hätte ich jetzt erwartet.“ (Dasselbe funktioniert auch wunderbar andersrum, erzählt es euren Freunden). Doch aufgrund gesundheitlicher und mentaler Probleme, hing Miller den Pink Guy-Onesie an den Nagel:

„This decision is final. I really can’t express just how grateful I am to you all, nor will I ever forget the relationship that we had together.“ – FilthyFrank auf twitter, 29. Dezember 17

In dieser Welt, in der die Grenzen der Genres immer weiter verschwimmen, sticht jojis „in tongues“ EP hervor, wie Regen in der Wüste. Von Banalitäten und Fülltext fern ab, liefert der junge Künstler ein Meisterstück süßester Melancholie. Auf gerade einmal 16 Minuten entführt der in New York ansässige Japaner die Hörer in eine Hülle aus hingebungsvollem schwarz.  Ein schwarzer Kokon voller Herzschmerz, Liebe und Verlangen, aus dem man sich nicht so schnell lösen will.

Die Rosenblüten-Szene aus American Beauty auf EP Länge.

 

 

Übrigens: Vor Kurzem erschien das lang erwartete Video „window„. Verantwortlich für die Visuals zeigen sich BRTHR, die auch schon mit den Videos zu „Goosebumps“ und „Butterfly Effect“ von Travis Scott für großes Aufsehen gesorgt haben. Schaut es euch hier an: 


 

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