50 Fragen an T.I (aus BACKSPIN MAG #116)

 1. Wie gefällt dir Paris?

Paris ist phänomenal.

2. Interessierst du dich für Fußball?

Während der Weltmeisterschaft, ja.

3. Wer wird das Finale gewinnen?

Ich mag Argentinien.

4. Was ist das Gegenteil von Mittelmäßigkeit (in Anlehnung an die Single „No Mediocre“, Anm. d. Red.)?

Das Gegenteil von Mittelmäßigkeit ist Crème de la Crème.

5. Warum DJ Mustard?

Er hatte den richtigen Vibe und den richtigen Sound für diesen bestimmten Song.

6. Ein Wort, das Iggy Azalea am besten beschreibt?

Phänomenal.

7. Was steckt hinter dem Titel deines neuen Albums „Paperwork“?

Authentizität. Die Zertifizierung von Authentizität.

8. Features?

Nicht viele, aber bedeutsame.

9. Produzenten?

Pharrell, DJ Toomp, DJ Mustard.

10. Was kann Pharrell, was andere Produzenten nicht können?

Platten verkaufen und Songs machen. (lacht) Nein, ich denke: Pharrell kann Glücklichsein hart aussehen lassen.

11. Was denkst du über den Trap von heute?

Ich heiße ihn willkommen und weiß ihn zu schätzen.

12. Was war der Grund dafür, mit Grand Hustle zu Columbia zu wechseln?

Ich sage es mal so: Wir haben T.I., der ein Künstler von Grand Hustle ist, zu Columbia gebracht. Wir haben noch immer Iggy bei Def Jam, B.o.B bei Atlantic, Travis Scott bei Epic. Wir sind nirgendwo exklusiv. Bis jetzt.

13. Wer hustlet härter: Grand Hustle oder Strange Music?

Ich. Auf jeden Fall. (lacht)

14. Kennst oder benutzt du die Eisenhower-Matrix?

Kenne ich nicht. Was ist das?

Ein System, um Produktivität zu managen …

Okay, du meinst eine systematische Strategie, um Aufgaben effizient fertigzustellen?

Exakt …

Verstehe. Nein, benutze ich nicht.

15. Warum hast du keinen eigenen Drink?

Ich arbeite daran. Ich befinde mich gerade in Verhandlungen, um einen Deal für meinen eigenen Tequila zu finalisieren.

16. Was ist wichtiger für den Erfolg: Talent oder Arbeitsmoral?

Das geht Hand in Hand.

7. Wann stehst du morgens auf?

Wann immer der Anlass das von mir verlangt.

18. Was ist das Letzte, was du tust, bevor du schlafen gehst?

Ich schließe meine Augen. (lacht)

19. Hast du irgendwelche Routinen im Studio oder während des Schreibprozesses?

Das ist unterschiedlich und abhängig von der Session und dem Song, der gemacht wird.

20. Was magst du lieber: live oder Studio?

Ich weiß beides auf seine Art zu schätzen.

21. Wie oft checkst du deinen Twitter-Account?

Täglich.

22. Welcher ist der wichtigste Song deiner Karriere?

Der nächste. (lacht)

23. Welcher ist dein Lieblingssong von dir selbst?

„About the Money“, „No Mediocre“ – beide.

24. Was ist dein Erfolgsrezept für Langlebigkeit?

Beständigkeit und Ausdauer.

25. Wer soll deine Klamotten tragen?

Coole Kids.

26. Kids?

(Überlegt) Ja, ich denke, coole Kids diktieren den Markt. Wenn ich Kids sage, meine ich das nicht auf das Alter bezogen. Mit coolen Kids meine ich die Hipster der Gesellschaft.

27. Hast du je darüber nachgedacht, gebrandete Gummibänder zu verkaufen?

Man, da sprichst du was an. Nein, habe ich nicht. Ich habe meine eigene Modelinie gestartet und andere Sachen gemacht, die zu der Zeit auf einem sehr viel höheren Level stattfanden. Ich war so erfolgreich und Geld kam von allen Seiten, dass ich den hab auf dem Tisch liegen lassen. Ich habe mich diesbezüglich von Lance Armstrong schlagen lassen. Aber ich bin mir sicher, wir hätten da mindestens 100 Millionen herausholen können.

28. Kaufst du noch Häuser in Bankhead?

Nein. Wobei, weißt du was, wir fangen wohl wie- der damit an. Wir haben eine Zeitlang aufgehört, weil der Markt kollabiert ist. Für einen Moment wurden die Preise für die Häuser von den Aus- lobenden nicht unterstützt. Dann hat sich das umgekehrt und die Häuser kosteten erheblich weniger, als sie wert waren. Heute ist das ausgeglichen.

29. Was bedeutet Atlanta für dich?

Heimat.

30. Was denkst du über Young Thug? Wie groß kann er werden?

So groß, wie er es sich selbst erlaubt. Er hat das Talent. Bei ihm geht es nur noch um seine Arbeitsmoral und Strategie.

31. Gleiche Frage zu Big K.R.I.T.?

Gleiche Antwort. Es geht um seine Strategie und darum, wie er seine Skills ausliefert. Er ist definitiv einer der Talentiertesten der neuen Generation.

32. Ist Kendrick Lamar der neue König des Westens?

Ja. Wobei, warte: Nein, ist er nicht. Dr. Dre ist immer noch der König des Westens: Dr. „Billionaire“ Dre. (lacht)

33. Besteht die Chance, dich mal auf einer Produktion von Dr. Dre zu hören?

Sicher. Wir reden immer mal wieder darüber. Ich glaube, er startet „Detox“ erneut und will dafür mit mir zusammenarbeiten. Und ich kann es kaum erwarten.

34. Gleiche Frage, anderer Produzent: DJ Premier?

Sicher. Weißt du was? Das werde ich machen.

35. Kannst du drei Rap-Künstler benennen, mit denen du gerne arbeiten würdest?

Ich weiß nicht …

36. Snoop?

Mit Snoop habe ich schon diverse Male zusammengearbeitet. Ich glaube, ich bin auf seinem nächsten Album, was übrigens abgeht! Ansonsten, ich weiß nicht – das hängt vom Song ab. Ich möchte einen Song hören und dann darüber nachdenken, welche Person am besten dazu passt und auf diese Weise mit Leuten zusammenarbeiten. Ich möchte nicht mit jemandem zusammenarbeiten, nur weil er zurzeit angesagt ist. Wer auch immer der Meinung ist, er ist der Beste in dem, was er tut, und herausfinden möchte, ob das stimmt – der sollte sich bei mir melden. Ich werde ihm zeigen, was er hat.

37. Kannst du Künstler abseits des Rap nennen, mit denen du gerne arbeiten würdest?

Stevie Wonder, Carrie Underwood, Lady Gaga.

38. Was gefällt dir an einem Mercedes Benz am besten?

Die Technik und der Weg, wie die Vehikel sich von Model zu Model entwickeln und wie integrative Möglichkeiten gefunden werden, das Fahrerlebnis zu verbessern.

39. Kannst du dir vorstellen, mit einem Künstler aus Deutschland zusammenzuarbeiten? Kennst du Rapper aus Deutschland?

43. Dein Lieblingsproduzent aller Zeiten und aktuell?

Pharrell, DJ Toomp.

44. Pharrell aller Zeiten und DJ Toomp aktuell?

Ich denke, sie stehen beide auf einer Stufe. Wie wär’s damit: Dr. Dre aller Zeiten, Pharrell und DJ Toomp aktuell.

45. Wann können wir mit „Rodeo“ von Travis Scott rechnen?

Alter, hör zu: Ich rede schon so lange auf ihn ein, dass er sein Material verpackt und schön präsentiert kriegt. Mein Mann, Alter, mein Mann. Er hat eine Menge Inspiration um sich herum und manchmal hält ihn das davon ab, die Sachen zu tun, die er tun sollte. Aber die Musik ist immer herausragend. Er wird nur manchmal so aufgeregt, dass Dinge passieren, die fehl am Platz sind, was die Uhr etwas zurücksetzt. Aber die Musik ist immer herausragend.

46. Ist es möglich, echte Freunde im Musikgeschäft zu finden?

Ja, sicher ist es das. Es ist schwierig, aber nicht unmöglich.

47. In welchem Land außerhalb der USA hast du die meisten Fans?

Keine Ahnung, hoffentlich Deutschland.

48. Was ist das Nervigste an Interviews?

Immer wieder die gleichen Fragen beantworten zu müssen. (lacht)

49. Kannst du dir vorstellen, die Krone irgendwann abzugeben?

Sicher, das kann ich mir auf jeden Fall vorstellen. Da gibt es eine Menge Kandidaten, aber du musst in ungefähr vier Bereichen ein bestimmtes Level an Bedeutsamkeit halten, bevor du als König betrachtet werden kannst …

An dieser Stelle unterbricht die nette Pressedame von der US-amerikanischen Sony-Division das Interview – die 15 Minuten sind um. Diskussionsspielraum gibt es da keinen. Das macht aber nichts, denn die letzte Frage lautete: Möchtest du unseren deutschen Lesern noch irgendetwas sagen?
Interview: Tim Hinkel
Fotos: Sony/James Minchin

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