5. Jubiläum von Kollegahs Album “Bossaura”

Vor genau fünf Jahren, am 14. Oktober 2011, releaste Kollegah sein drittes Soloalbum. „Bossaura“ konnte sich den fünften Platz der Charts sichern und garantierte dem Boss damit seine erste Platzierung innerhalb der Top 10. Dieses Jubiläum haben wir zum Anlass genommen uns die Platte noch einmal genauer anzusehen, oder vielmehr anzuhören, und einen Blick auf die Karriere des Felix Antoine Blume a.k.a. Kollegah zu werfen.

Sein allererstes Studioalbum erschien nicht wie geplant im September 2007, sondern erst zwei Monate später im November. Grund war ein Strafprozess wegen Drogenbesitz. Mit „Alphagene“ chartete Kollegah auf Platz 51 der Charts. Fünf Jahre später wird er mit Farid Bang und dem Kollaboprojekt „Jung, Brutal, Gutaussehend 2“ die Spitze der Charts in Deutschland, Österreich und der Schweiz erreichen. Der Hype um Kollegah und Farid ist zu „JBG2“ Zeiten immens. Von da an geht es für den Sohn eines kanadischen Vaters und einer deutschen Mutter steil nach oben.

Seinen ersten kommerziellen Erfolg verzeichnete der gebürtige Friedberger mit „Bossaura“ bereits zwei Jahre vor „JBG2“. “Platz 5 ist für mich ein riesen Erfolg und für das ganze Label und wir sind unheimlich stolz auf diesen Erfolg, denn damit haben wir nicht gerechnet“, sagte Kollegah damals im Interview mit der BACKSPIN.

Mit „Bossaura“ präsentierte Kollegah seine Punchline Künste auf 16 regulären und 4 Bonustracks. Featureparts lieferten Ol KainrySun DiegoFarid BangHaftbefehlSahin und John Webber. Produziert wurde das Album größtenteils  von den Mitgliedern der Sunset Mafia, weitere Beats stammen von Abaz, Shuko, X-Plosive, Böse Beats, Gee Futuristic, Dirty Dasmo und Jamil Samimi.

“Was Battle Rap, Punchline Rap angeht, denk ich mal, brauchen wir nicht drüber zu reden, bin ich ganz klar der Beste – weltweit.“ (2011, Interview mit Mixery Raw)

Nachdem er den vorläufigen Albumtitel „Flex, Sluts, Rock’n Roll“ in „Bossaura“ umbenannte, angeblich weil Moderatorin Visa Vie Probleme mit der Aussprache des Titels hatte, wurde der Vorwurf laut, er habe den Namen von Savas’ damals angekündigten Album „Aura“ geklaut. Auch unabhängig von der Namensgebung kam die LP nicht bei jedem gut an. Besonders die Menge an verwendeten Autotune Elementen stieß auf Abneigung. „Im Deutschrap ist es auch so, da machst du zwei Tracks mit Autotune, da heißt es direkt das ganze Album ist Autotune verpestet“, so T.O.N.I. im Interview mit der BACKSPIN.


Damals sprachen wir mit dem Rapper auch über die Wünsche der Fans nach einem Nachfolge-Werk zu „JBG“. „Wenn es rauskommt, wird es natürlich alles zerbersten“, so Kollegah. Und weiter: „Der Banger und der Boss, da freuen sich doch alle drauf”. Er sollte recht behalten. Auf „JBG2“ folgte eine aufwändige Promophase für „King“. Im Mai 2014 erschien das Album, chartete auf Platz 1 und erreicht innerhalb von einer Woche Goldstatus. Mit dem „Zuhältertape Volume 4“ (das natürlich auch auf eins chartete) releaste Felix Blume Ende 2015 seine letzte Platte bei Selfmade Records.

Im März diesen Jahres gründete der Boss sein eigenes Label. Sein sechstes Soloalbum „Imperator“ wird am 9. Dezember über ebendieses, Alpha Music Empire, erscheinen.

Das Interview, welches wir im Jahr 2011 mit Kollegah führten findest du hier:

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Aus der südlichsten Ecke in den hohen Norden gezogen um über Hip-Hop zu schreiben. I'm all the way up.

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