Die Meinung der Redaktion zu „1220“ von Yung Hurn

Als eine kunstgetränkte, elitäre Stadt sozialisiert Wien ihren Musikernachwuchs zwar früh mit Hochkultur, Kunst und Elitärem, gleichzeitig bietet genau diese Ausstrahlung der Stadt massig Anreize zur Rebellion. Wenn beides aufeinander trifft, dann entstehen Figuren wie Yung Hurn. Seit dem ersten Tape, das er dem 22. Bezirk seiner Heimatstadt widmete und dessen Dada-Hit „Nein“ für Jubelarien und Hasstiraden gleichermaßen sorgte, sind mittlerweile auch wieder einige Jahre vergangen. Eine Zeit, in der das Exil-Hanuschplatz Flow-Member mehrfach zeigte, dass er ein sehr eigensinniges Kunstverständnis an den Tag legt. Da gab es ein Treffen mit Daniel Richter, ein Auftritt auf dem Melt-Festival und in mehreren Kunst-Galerien als Love Hotel Band mit kitschigem Sythie-Pop und ein überaus absurdes Interview. Ein Album allerdings nicht. Bei einem rebellischen Freigeist wie Yung Hurn vermochte das kaum zu stören, mit seinen rein digitalen Free-Releases verkörperte er ohnehin eine Zeit lang einen Gegenpol zu herkömmlichen Musikindustrie. Nun folgt mit „1220“ trotzdem das erste große Release, das in seiner Entstehung nach außen einen durchdachteren Eindruck machte, als es die impulsiven ersten Platten noch taten. Wir haben die LP, die in Zusammenarbeit mit Stickle entstand, besprochen.

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Yannick ist seit August 2015 Teil der BACKSPIN-Redaktion. Er kümmert sich um alles was mit Reviews und Kritik zu tun hat und studiert nebenbei noch Populäre Musik. Für Hip-Hop verzichtet er also auch mal auf seinen Schlaf - 'cause sleep is the cousin of death.

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