Sucht man nach dem Ursprung für deutschsprachigen Rap, landet man schnell bei Gruppen wie den Fantastischen Vier oder Advanced Chemistry. Doch kaum jemand war am Ende so nachhaltig prägend für das, was aktuell im Deutschrap passiert, wie das Rödelheim Hartreim Projekt. Zusammen schufen Moses Pelham und Thomas Hofmann die Blaupause für härteren, druckvolleren deutschen Rap, direkt aus Rödelheim – Frankfurt. Seit dem sind mittlerweile beinahe 25 Jahre verstrichen, eine Zeit in der Moses zwar eine Solokarriere einschlug, allerdings bei weitem präsenter als Produzent und Business-Gestalt in Erscheinung trat und mit Pelham Power Productions eins der wichtigsten Labels für urbane Musik schuf. So gehen heute die gigantischen Erfolge von Künstlern wie Xavier Naidoo, Cassandra Steen oder Sabrina Setlur auf das Konto des Frankfurters. Und nachdem in den vergangenen zwei Jahrzehnten neben der Labelarbeit besonders Projekte wie Glashaus oder die Solo-Reihe „Geteiltes Leid“ im Vordergrund standen, steht nun das erste Solo-Projekt Pelhams außerhalb seiner bisherigen Solo-Trilogie in den Regalen. Features sucht man darauf vergebens, lediglich Costa Meronianakis – Rap-Fans wohl eher als Ex-3P-Künslter Illmatic bekannt – ist in Skitform vertreten. Ob der Frankfurter mit „Herz“ eine solide Solo-Show hinlegt, haben wir besprochen.

Moses Pelham – „Herz“ kaufen

 

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Yannick ist seit August 2015 Teil der BACKSPIN-Redaktion. Er kümmert sich um alles was mit Reviews und Kritik zu tun hat und studiert nebenbei noch Populäre Musik. Für Hip-Hop verzichtet er also auch mal auf seinen Schlaf - 'cause sleep is the cousin of death.