Niko unterwegs auf dem dem SPOT Festival: Teil Sechs mit Lars Virkli

Lars Virkli

Das SPOT Festival ist bereits seit 1994 ein Treffpunkt für die dänische Musikszene. Als ein Mix aus Business-Treffpunkt und Club-Festival bietet sich hier die Chance, Newcomer aller Musikrichtungen auf ihren ersten Schritten in die große Welt zu begleiten. Dabei gibt es immer die eine oder andere Perle zu entdecken. Unser Head of BACKSPIN machte sich dieses Jahr auf und stellt in dieser Serie ein paar dieser Upcoming-Artists vor: Die neue Hip-Hop-Generation von Dänemark.

Lars Virkli ist Vollzeitlehrer – und nebenbei auch noch im dänischen Hip-Hop Untergrund gefangen. Der aus einer dänischen Kleinstadt stammende Rapper kam mit Skateboarding in Berührung mit Hip-Hop, das gehörte für ihn damals dazu. Virklis Musik klingt nach klassischem Boombap Style und ist seit jeher ein Fan der dänischen Szene und rappt auch in seiner Landesprache. Im Gespräch mit Niko erzählt er von Vorbildern, seiner eigenen Mucke und über seine nahen Zukunftspläne.

Erzähl mir etwas über deine Anfänge. Was hat dich zu Hip-Hop gebracht?

Ich komme aus einer kleinen Stadt im Süden Dänemarks, wo Hip-Hop nie ein großes Ding war. Mit zehn bis fünfzehn Leuten bildeten wir eine Gruppe um Hip-Hop voranzutreiben und skateten auch viel. Damals gehörte Skaten für uns zum Hip-Hop dazu. Also würde ich sagen, dass das Skaten mich zum Hip-Hop gebracht hat.

Lars Virkli

Hast du Vorbilder oder Menschen, die dich inspiriert haben?

Der dänische Rapper Clemens und die Gruppe Malk De Koijn waren die ersten großen Dinger für mich und meine Freunde in den Anfangsjahren. Ich war sehr auf dänischem Rap konzentriert und hörte nur am Rande die ganzen Ami-Sachen um The Roots, Wu-Tang und Nas. Heute lasse ich mich von jeglicher Musik und Literatur inspirieren. Von Miles Davis über Madlib bis hinüber zu dänischen Schriftstellern wie Bjarne Reuter, Benny Andersen oder Ole Lund Kirkegaard.

Wie würdest du Menschen deine Musik beschreiben, die dich gar nicht kennen?

Ich mache den, sagen wir mal, klassischen Sample-Hip-Hop. So 90er Boombap Flavour Style. Ich komme immer wieder darauf zurück in meiner Mucke. Ich bediene mich gerne an Jazz, Balkan, Synthesizern und Scratches.

Erst kürzlich ist dein Debüt rausgekommen. Was bedeutet das für dich?

Es bedeutet mir wirklich viel jetzt mein Solodebüt veröffentlicht zu haben. In den letzten zehn Jahren war ich auf vielen Releases diverser Künstler und Gruppen drauf, aber das erste Soloalbum ist auf jeden Fall ein großes Ding für mich!

Was hältst du von der dänischen Hip-Hop Szene?

Es ist richtig geil zurzeit. In den letzten zehn Jahren ist eine Menge passiert und die Szene ist richtig gewachsen. Ich bin Teil des Untergrunds und da gibt es zurzeit auch eine Menge Sachen, die richtig abgehen!

Ist es für den Erfolg besser auf Englisch oder auf Dänisch zu rappen? Wo liegt der Unterschied?

Also aus meiner Sicht immer auf Dänisch. Mit meiner Muttersprache kann ich mich viel besser ausdrücken. Wir haben aber auch einige dope dänische Rapper, die auf Englisch rappen – zum Beispiel Felix de Luca und Def Star Audio Emperor.

Was sind deine nahen Zukunftspläne?

Weitermachen und die Sache voranbringen. Ich arbeite Vollzeit als Lehrer und habe nebenbei noch eine kleine Familie. Also wird das Rap-Ding immer eher ein Hobby bleiben für mich – und genauso habe ich es auch lieben gelernt.

Du spielst hier auf dem SPOT Festival. Was bedeutet das für dich?

Mir bedeutet es eine ganze Menge. Ich bin ein Untergrund-Künstler und dieses Festival ist echt krass für mich. Ich hoffe, dass ich meine Musik Menschen vorspielen kann, die mich sonst nicht wahrnehmen.

Intelligent, Gutaussehend, Bescheiden.

Erzähl Digger, erzähl

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.