Dako von Out4Fame: „Wir wären nicht Out4fame, wenn wir jetzt aufgeben würden.“

Foto: Peter de Weerdt // Eric Anders

Das Out4Fame Festvial 2017 liegt mittlerweile ein paar Tage hinter uns und immer noch gibt es einige Fragen beziehungsweise Unklarheiten zu Problemen, die beim vierten Jubiläum des Festivals der Out4Fame Entertainment GmbH auftraten. Während Kool Savas‘ Auftritt am Samstagabend war der Sound plötzlich weg, viele Besucher beschwerten sich über zu lange Schlangen am Einlass und an den Theken und generell wirkten einige Ordner nicht zur Genüge eingewiesen. Wir sprachen mit Dako, seines Zeichens Mitbegründer und Chef des Unternehmens, das hinter dem Festival steht, über diese Vorfälle und seine Pläne für das nächste Jahr.

Die Hohe Fünf mit Dako von Out4Fame

1. Wie war dein Eindruck vom Festival als erfahrener Veranstalter? Bezogen auf die Organisation, das Publikum und die Künstler.

Das Festival war anders als die Jahren zuvor. Wir mussten uns in der neuen Lokalität einfinden… Das Publikum war wie gewohnt top. Bis auf Common gingen alle Künstler durch. Die Infrastruktur hat uns ein wenig zu schaffen gemacht und der Dauerregen hat zusätzlich Einiges erschwert.

2. Was lief wie geplant und was leider nicht?

Im Vorfeld zur Veranstaltung gab es bereits von städtischer Seite viele Auflagen, die neu für uns waren. Die Stadt Dortmund hat ganz andere Anforderungen als andere Städte in denen wir bisher als Veranstalter aktiv waren. Obwohl wir bereits im Dezember 2016 mit der Planung angefangen haben, hat sich die Vorarbeit bis hin zum Festival gezogen. 

Was uns jedoch am meisten Nerven und Arbeit gekostet hat ist, dass das beauftragte Sicherheitsunternehmen, dass von der Stadt Dortmund für die Veranstaltung freigegeben worden war, sich nicht an alle Auflagen gehalten hat. Somit mussten wir am Freitag innerhalb von acht Stunden 60 Prozent der Security erneuern. Sonst hätten wir die Veranstaltung nicht durchführen dürfen, das ist ein Stress den man niemanden gönnt! Das hat dazu geführt, dass man konstant mit dem Ordnungsamt, Polizei, DRK, Feuerwehr und dem Park selbst als Veranstalter eingebunden war.

Durch das schlechte Wetter, hat sich auch der Aufbau vor der Veranstaltung sehr sehr schwer gestalten lassen. Ursprünglich war eine Gastro-Infrastruktur wie in Hünxe geplant, dass jede Theken ihren eigenen Kühlwagen hat und somit Laufwege für die Zulieferung erspart bleiben. Doch das konnten wir dann doch nicht umsetzen, da der Boden zu weich war und somit die Kühlcontainer einsacken würden. Das hat mit dem Dauerregen dazu geführt, dass man leider keinen guten Job bei der Gastronomie liefern konnte, wie man es sonst aus den Vorjahren von uns kennt. Denn Becher und Bier gab es zu genüge, die Zulieferung hat irgendwann versagt, was uns wirklich sehr leid tut. Der Zuschauer ist verärgert und wir haben einen Wirtschaftlichen Schaden!

Als ob es dann nicht schon genug der schlechten Nachrichten waren, hatten wir parallel dazu die Info erhalten, dass Common auf Grund von Krankheit nicht wie geplant im Flieger sitzt. 

Was uns vor die nächste Herausforderung gestellt hat. Die Info kam am Freitag morgens um 1 Uhr. Bis 16 Uhr konnten wir dann Yasiin Bey als Ersatz bestätigen, dann mussten wir ihn kurz vor seinem Auftritt in Düsseldorf am Flughafen abholen, damit er es rechtzeitig zum Auftritt schafft!

3. Wie bewertest du die beiden Festivalgelände im direkten Vergleich? Habt ihr eine „Heimat“ für das O4FF gefunden?

Beide Gelände sind echt kaum zu vergleichen: Dortmund liegt super Zentral mit Nebenattraktionen und ähnlichem. Hünxe dagegen mitten im Wald…Aber in Hünxe fühlten wir uns willkommen, in Dortmund scheint es momentan anders zu sein. Wir überlegen uns momentan wo die Reise hinführt!

4. Warum hattet ihr auf beiden Bühnen mit Tonproblemen zu kämpfen?

In Sachen Ton, haben wir einfach dem falschen Partner vertraut! Am Freitag und Sonntag war der Ton gut, jedoch hat das Krisenmanagement nicht funktioniert. Der Ausfall bei Savas’ Auftritt war ein Fehler eines Technikers, der aus Versehen Flüssigkeit über die Konsole geschüttet hat. Diese hat sich automatisch abgeschaltet und ist neu hochgefahren, dass hat zu der Unterbrechung gefühlt. 

Soweit noch verständlich, also es war zu Hundert Prozent kein Stromausfall! Das muss hier gesagt werden, es war in der Tat ein Fehler des Technikers. Ab diesem Moment jedoch stimmte etwas nicht mit der Anlage und das hätte das Team für Ton und Licht bemerken müssen.

Aber genau deswegen sagen wir, dass wir leider den falschen Partner in dem Bereich gewählt haben. Denn auch technische Fehler können passieren, das wichtige aber ist es zu reagieren! Wir als Veranstalter waren mit Busta Rhymes auf der Bühne, da die Stadt von uns eine strikte Auszeit um Mitternacht verlangt hat. Der Sound auf der Bühne war einwandfrei. Busta Rhymes hatte seine eigenen Techniker am Werk, daher hätten Sie ebenfalls wie unser Partnerunternehmen merken müssen, dass der Sound nicht stimmt. Dieser Vorfall kränkt uns sehr, da wir seit 20 Jahren nichts anderes tun, als eben diese Hip Hop Heroes nach Europa zu bringen, damit man ihre Shows genießen kann. Das ist uns bei Busta Rhymes als Team nicht ganz gelungen, daher verstehen wir den Ärger der Leute. 

5. Kannst du uns jetzt – kurz nach dem Festival – schon ein Fazit ziehen? Wie wird es weiter gehen?

Wir wären nicht Out4fame, wenn wir jetzt aufgeben würden. Wir arbeiten konsequent weiter an 2018 und hoffen, dass uns alle Supporter die Möglichkeit geben, dass wir im fünften Jahr alles perfekt umsetzen. Der Umzug nach Dortmund hat uns vor sehr viele Aufgaben gestellt, die wir in der Zukunft zu bewältigen haben. Aber mit dem nötigen Vertrauen der Besucher, werden wir die Fehler beheben und 2018 wieder in gewohnter Manier das Festival geniessen können!

 

Wir waren vor Ort und bald erreichen euch Berichte des Festivals. Eine erste Bildergalerie findet ihr hier.

Mehr über das Festival erfahrt ihr auf der Homepage.

Moin! Aachener, der im Norden irgendwas mit Medien studiert, ungern über sich in der Dritten Person schreibt und Deutschrap gefressen hat. Kopf ist kaputt, aber Artikel is nice, wa.

3 Comments

  1. Hans Zimmer

    27. August 2017 at 17:55

    Nichtmal die sanis auf dem Gelände wussten wo die Wasserstelle ist. Ich habe diese fars die sie Festival nenen beobachtet. Out for Fame ist tot zuviele Gurken im Team und von den Leuten mit staff shirt kamm immer nur mir doch egal. Out for Fame hat massive Probleme intern weil keiner wirkliches Interesse hat und fast alle nur als freiwillige kostenlos arbeiten. Diejenigen die dann ihre Brötchen bei O4F Verdienen schaffen es dann sogar noch die freiwilligen Helfer zu vergraulen. Definitiv Zeit für einen Wandel bzw etwas neues.

  2. Y

    25. August 2017 at 13:41

    @Thomas: Was sind diese Hip-Hop Magazine denn sonst, wenn nicht reine PR für Musiker und deren Umfeld? Ernsthafter Journalismus ist in der Szene doch weder erwünscht noch wird er betrieben.

  3. Thomas Hintzen

    25. August 2017 at 12:29

    Lest ihr solche „Interviews“ nochmal gegen? Oder übernehmt ihr einfach die Antworten aus einer Mail, die ihr von eurem „Interviewpartner“ bekommt?

    Mal davon abgesehen, dass Rechtschreibung und Komma-Setzung anscheinend mehr so Richtlinien statt Regeln sind, ist das inhaltlich auch einfach PR der Festival-Betreiber.

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