„It’s the Banana-Boy“: Aminé zwischen Musikalität, Bars und der Farbe Gelb.

Aminé

Seit ich mich mit Hip-Hop beschäftige, konnte ich mich schon immer mehr für US-amerikanische und internationale Künstler begeistern, als für die deutsche Szene. Als ich bei BACKSPIN anfing, viel mir auf, dass der Fokus in der Berichterstattung mehr auf Rap aus Deutschland liegt. Jedes Jahr ruft aber das neue XXL Cover zur Freshmen Class die Frage hervor: „Wer ist das eigentlich?“. Da ich mich schon immer mit den jüngeren Generationen der internationalen Artists auseinandersetzte, habe ich beschlossen, mich dieses Problems anzunehmen und mich ab jetzt in dieser Rubrik mit Künstlern zu beschäftigen, die manchem von euch vielleicht schon ein Begriff sind, vielen aber bestimmt noch nicht. Ich werde euch die Geschichte der Künstler zusammenfassen, versuchen festzustellen, was ihn oder sie so besonders macht und die wichtigsten Videos und Songs benennen. In der zweiten Ausgabe geht es wieder um einen Künstler, der es dieses Jahr auf das Cover des XXL-Magazine geschafft hat: Aminé

 

Generation Jetzt: Aminé

 

Geschichte

Anime, Amimi, Amen, Amaymay. Aminé muss sich viele Versionen seines Namens gefallen lassen. Dabei ist das gar kein kompliziert überlegter Künstlername, sondern einfach ein zweiter Vorname. Adam Aminé (fürs Protokoll: AH-MIEH-NÄI) Daniel wird 1994 in Portland geboren und wächst dort bei seinen aus Eritrea und Äthipoien stammenden Eltern auf.

Im Gegensatz zu vielen seiner Rapkollegen, ist Aminés Plan nicht schon immer die Musikkarriere. Ursprünglich will er Basketballer werden, doch seine Faulheit, wie er selbst sagt, verhinderte regelmäßiges Training, sodass er es nie auf ein professionelles Level schafft. Trotzdem findet er einen Weg, die gegnerischen Highschool-Teams zu demütigen: Aminé und seine Freunde haben Radio als eine Art AG (das, was immer nach der Schule stattgefunden hat, zu dem wir alle nie gegangen sind) in der Highschool und damit den Zugang zu einem vollständig eingerichteten Radiostudio, inklusive professioneller Mikrofone. Auf diesen Mikrofonen nehmen die Schüler Disstracks gegen die anderen Schulen auf und veröffentlichen diese Online. Nach ein paar Tracks ermutigen seine Freunde Aminé und bringen ihn dazu, richtige Songs aufzunehmen, da sie an sein Talent glauben. In dieser Zeit entsteht ein erstes Mixtape: Odyssey to me

Nach der Highschool steht er dann vor einem Problem: die Schulzeit ist vorbei und damit auch der Zugang zum Radiostudio. Doch Aminé hat bereits angefangen an den Traum zu glauben und lässt sich so leicht nicht mehr davon abbringen. Sich darüber im klaren, dass er sich professionelle Studiozeit nicht leisten kann, kratzt er sein Geld für ein eigenes Mikrofon zusammen und beginnt, Songs auf seinem Laptop in seinem Zimmer aufzunehmen. Er produziert zwar auch selbst, trotzdem kontaktiert er verschiedene Produzenten,  um Beats von ihnen zu kaufen und sie in Songs zu verwandeln.

Zu dieser Zeit wird auch Kaytranada auf den jungen Portlander aufmerksam, denn Aminé  veröffentlicht seinen eigenen Remix des Kaytranada Songs „Not at all“ auf Soundcloud, der dort auch einige Plays sammeln kann. Daraufhin kontaktiert Kaytranada den jungen Aminé und schickt ihm einige Beats, die schließlich auf seinem nächsten Mixtape „Calling Brío“ landen.

 

Danach wird es erstmal ein wenig ruhig um den jungen Mann aus Portland und seine Crew, doch das ist definitiv die Ruhe vor dem Sturm, denn am 01. Juni 2016 veröffentlicht Aminé das Video zu seinem Song „Caroline“, welches dann, mit Hilfe der sozialen Medien und durch Aufgreifen verschiedener Prominenter, komplett durch die Decke ging. Und mit komplett durch die Decke meine ich mittlerweile fast 184 Millionen Youtube clicks und die dreifach Platin Zertifizierung in den USA. Und jeder einzelne von euch kennt diesen sommerlich angehauchten Track.

Dieser Erfolg bleibt natürlich auch den Labels nicht verborgen und so unterschreibt Aminé im August 2016 einen Vertrag bei Reublic Records, unter anderem Labelheimat beziehungsweise Vetriebspartner von YMCMB, Ariana Grande oder Post Malone.

Auch 2017 ist für Aminé kein ruhiges Jahr, so schafft er es unter anderem auf die Liste der XXL-Freshman Class 2017 und veröffentlicht sein Debutalbum „Good For You“.

WAS AMINÉ SO BESONDERS MACHT, ERFAHRT IHR AUF SEITE ZWEI 

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Schon vor seiner Zeit bei BACKSPIN hat er immer von Hip-Hop geträumt . Jetzt darf er sich auch endlich tagsüber damit beschäftigen. Wenn er nicht grade für uns schreibt, sucht er im Internet nach Klamotten und sieht ständig aus, als wäre er aus einem Hypebeast-Kleiderschrank gefallen.

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