BACKSPIN UNTERWEGS: BRKN in Hamburg

Mehr als 300 Leute fieberten am Sonntag Abend im Logo ungeduldig dem Konzertbeginn entgegen. Seine bisher größte Soloshow, wie BRKN während der Show verlauten ließ. Mit dem neuen BESTE-Signing Merlin im Gepäck, zieht der Kreuzberger derzeit auf großer Einzimmervilla-Tour durchs Land.
Vor bunt gemischtem Publikum eröffnete Merlin die Show. Mit insgesamt sechs Songs, inklusive seiner neuen Single „Tut mir Leid Baby“ heizte er die Menge ordentlich ein für seinen Labelkollegen. Der betrat anschließend die Bühne und eröffnete das Konzert mit einem seiner größten Hits „Atemmaske“. Damit war das Eis auch schon gebrochen. Das Publikum kam voll auf seine Kosten. BRKN, der nach den Gigs in Frankfurt, Dortmund und Köln etwas kränkelte, ließ sich nichts anmerken. Verkündete im Gegenzug sogar, dass er lieber von der Bühne getragen werde als mit angezogener Handbremse zu spielen. Der Berliner konzentrierte sich dabei nicht nur auf seinen Gesang, sondern zeigte auch am Klavier und Saxophon, dass er ein absoluter Vollblutmusiker ist. Doch selbst wem die Musik nicht zusagte und aus irgendeinem Grund trotzdem anwesend war, wurde unterhalten. BRKN zieht bei seinen Shows alle Register. Die kurzen Anmoderationen zwischen den Songs waren gefüllt mit lockeren Sprüchen, Dancebreaks und philosophischen Monologen á la „wieso gab es in Frankfurt am Main bereits Crack, bevor es einen Dunkin Donuts-Laden gab? Die Trends aus den USA scheinen nicht in regelmäßigen Abständen dort unten anzukommen“. Seine grundsympathische Art und die Tanzeinlagen zu „Low“ von T-Pain oder gemeinsamen Coverversionen zu R.Kelly-Songs mit dem Publikum, sorgten für einen unterhaltsamen Abend, auch abgesehen vom Hauptprogramm. Highlight und Herz der Show war ohne Zweifel der letzte Song „Ein Zimmer“, den selbst der älteste Zuschauer im Raum fehlerlos mitsingen konnte. Als Zugabe setzte sich BRKN erneut ans Klavier und coverte gemeinsam mit dem Publikum „Ms. Jackson“ von OutKast
 
Die Einzimmervilla– Tour neigt sich langsam den Ende zu. Berlin, München und Stuttgart stehen noch auf dem Plan.

Fotos by Filatow

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